Tipps, Tricks und Tutorials zu allen erdenklichen Shisha-Angelegenheiten.
von theMäx 04.02.2013, 11:17
Hier zuerst mal ein Originalfoto:
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Wie man gut erkennen kann, konnte ich mich nicht mit dem originalem Schlauch wie auch dem orignialem Kopf anfreunden, diese wurden sehr bald nach dem kauf ersetzt. Auch sind meine Tabakpräferenzen gut erkennbar.

Vorgeschichte
Die TN 610 ist wirklich eine traumhafte Pfeife, ich war immer sehr gl√ľcklich damit, seitdem ich sie mir angeschafft habe. Leider bin ich ziemlich bald an die Eckpunkte dieser Pfeife gekommen:

- zu kleiner Ascheteller
- Schlauch hatte einen schlechten Durchzug & Kopf war zu klein und die Löcher zu groß
- nur einen Schlauchadapter
- Bowl zwar ausreichend groß, aber zuwenig Rauchverwirbelung im Wasser

Diese Manko's haben mich zwar etwas gestört, aber die Funktion war gegen und hat mir treue Dienste geleistet. Doch mit dem Lauf der Zeit stieg meine Wasserpfeifensucht exponenziell an. Somit habe ich mir sehr viele andere Pfeifen gekauft und dadurch geriet die TN 610 zusehens in die Ausstellposition.

Da ich studienbedingt sehr oft daheim sitze und stundenlang in die B√ľcher/Luft schaue, fiel mein Blick immer wieder auf das gar nicht so kleine Schmuckst√ľck.

Upgrade #1
Ich begann ziemlich Zeitgleich mit dem Einfall, dass es sicherlich genug M√∂glichkeiten gibt, diese Wasserpfeife, meinen Anspr√ľchen gerecht zu werden, mit der Umsetzung. Es wurden s√§mtliche mir bekannten Foren durchsucht nach Treads, die dem welches ich gerade schreibe √§hnlich sind. Es waren nicht wirklich sinnvolle Beitr√§ge zu finden, deshalb verlagerte ich meine Suche auf etwaige Onlineshops. Auch hier war die Rubrik TN 610 nicht zu finden, ist ja doch schon ein √§lteres Modell.

Deshalb gibs mal zum Massband und es hie√ü die Pfeife zu vermessen. Nach erlagen der ben√∂tigten Informationen, wusste ich wie breit das Tauchrohr, wie breit die Rauchs√§ule ist. Mit einem kleinen St√ľck Papier an einer Seite durchforstete ich nun das Internet. Gesucht wurde ein gr√∂√üerer Ascheteller, da mein Boden ja schon genug Brandflecken hatte. Nachdem ich f√ľndig wurde, wurden auch noch 2 andere meiner Wasserpfeifen mit gr√∂√üeren Aschetellern versehen - die Versandkosten fallen ja so oder so an ^^.

Bei dem neuen Ascheteller war jedoch noch ein weiteres kleines Problem aufgetaucht: Der Ascheteller war sehr wackelig, da der Ascheteller nicht durch das Aufschraubend es Kopfadapters nach unten gedr√ľckt wurde. Deshalb musste eine ausreichend gro√üe Beilagscheibe her. Schnell den innen Druchmesser auf die gr√∂√üe der Rauchs√§ule angepasst und schon wackelte nichts mehr.

Nun hatte ich das erste Problem also gel√∂st, es er√∂ffneten sich mir v√∂llig neue M√∂glichkeiten, der Verschlei√ü an Kopfdichtungen ging vollst√§ndig zur√ľck, da ich diese nicht mehr verschmorte. Auch fertig gerauchte K√∂pfe konnten einfach dort drinn gelagert werden. Der Ascheteller hatte ja schlie√ülich einen Durchmesser von rund 35 cm.

Damit konnte ich schon recht nette spielereien anstellen, da viel in dieser Zeit sehr viel zu lernen war, störte der eine Schlauchanschluss auch nicht weiter.

Bild der Beilagscheibe:
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Bild der TN 610 nach Upgrade #1:
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Upgrade #2
Die Unzulänglichkeiten in Punkt 2 waren sehr rasch behoben. Ich klemmte mich hinter den PC und durchstöberte das Internet. Ich fand einige Produkte von Ege-Glas, bestelle mir dann diese auch gleich. Im Endeffekt habe ich nun 2 Ege-Glas Schläuche, den Ege-Glas-Querschlitzkopf, die Ege-Glas-Funnelbowl und den Ege-Glas-Windschutz. Der Durchzug der Pfeife ist nun sehr gut und es fällt auch kein Tabak mehr in die Rauchsäule.

Auch das Aussehen der Pfeife ist jetzt sehr sauber, erinnert fast einwenig an ein Laborutensil.

Bild des Ege-Glas-Upgrade:
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Upgrade #3
Da ich nun gerade Semesterferien habe, deshalb auch pure Freizeit vorhanden ist und mir nichts besseres einf√§llt als an meinem Sargnagel herum zu basteln, habe ich begonnen, das Problem mit den Schlauchanschl√ľssen zu beseitigen. Aus meiner Safari durch viele Foren wusste ich, dass der Schlauchanschluss, wie auch das Ausblasventil Schraubgewinde waren, diese aber vom Hersteller verklebt wurden. Viel mehr Informationen waren leider nicht aufzutreiben.

Ich schnappte mir also eine Rohrzange, eine Bei√üzange, einiges an Isolierband und Sporttape, Gummihandschuhe und viel Geduld und ging mein Vorhaben an. Zuerst war mein Ziel der Schlauchadapter. Vern√ľnftig mit Isolierband umwickelt, Gummihandschuhe angezogen und drehen. Nach einigen Versuchen und einem knallrotem Kopf sp√§ter, war die Haftreibung des Klebstoffes √ľberwunden und das Gewinde konnte gel√∂st werden. Erste Teilaufgabe erf√ľllt, nun ging es an den schwereren Teil: es war das Ausblasventil zu entfernen.

Nachdem ich den Oberenteil des Ventiles abgebaut hatte und diese inklusive des K√ľgelchen in Sicherheit gebracht hatte, stellte ich fest, dass der Ansatzpunkt zu klein ist, als das dieses mit der blosen Hand aufgedreht werden k√∂nnte. Also nahm ich die Bei√üzange und versuchte mal die Verbindung zu l√∂sen. Nach dem ich das Gewinde erfolgreich vom rest des Anschlusses abgel√∂st hatte, sah ich es ein, dass ich doch die Rohrzange suchen gehn muss. Rohrzange gefunden, Sporttape um die √úberreste des Gewindes gewickelt und zwei bis drei mal kr√§ftig an gedreht. Dann war auch hier der Kleber kein Problem mehr.

Wie zuerwarten, war der Unterteil des Ausblasventiles nicht mehr zugebrauchen. Aber es boten sich mir zwei neue Probleme, von denen ich zwar schon gelesen hatte, aber ich mir nicht weiter gedanken dar√ľber machte.

Das Ausblasventil war nicht mehr zugebrauchen, der Unterteil davon zumindest. Die Rauchs√§ule hat ein Standartgewinde, wie es von KAYA und MYA verwendet wird, in dem das Ausblasventil urspr√ľnglich befestig war. Der Schlauchanschluss hingegen hat eine v√∂llig andere Gewindeimension, eine wesentlich gr√∂√üere. Die Rauchs√§ule, wie auch der Schlauchadapter haben die Prozedur, zu meiner Freude, vollkommen unbeschadet √ľberstanden. Zur L√∂sung der neu aufgetrettenen Probleme sp√§ter mehr, nun folgen erst mal die Fotos zum Eingriff.

Schlauchadapter:
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Unterteil des Ausblasventiles:
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Rauchsäule von Unten:
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Nun weiter zur L√∂sung, der durch den Eingriff entstanden Probleme. Als erstes nahm ich mir das Ausblasventil zur Hand. Da ich von einer alten, mittlerweile nicht mehr existenten MYA noch ein Ausblasventil herumliegen hatte, war dieses kurzerhand dazu auserkoren, den Unterteil f√ľr meine TN 610 zu spenden. Also MYA Ausblasventil zerlegt, Kugel zu der bestehenden Kugelsammlung hinzugef√ľgt, Oberteil in den M√ľlleimer. Ich schnappte mir den originalen Oberteil des TN 610 Ausblasventiles probierte ob es passt - es passte. Nun Kugel rein, etwas Sekundenkleber auf das innere Gewinde des Ventiles, zusammengedreht und verkehrtrum zum Trocken aufgestellt, um ein Festkleben der Kugel zu verhindern. Soweit so gut, der erste Teil der neu aufgetrettenen Probleme ist nun behandelt.

Reparatur des Ausblasventiles:
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Der erste Schlauchadapter mit R√ľckschlagventil kann nun problemlos montiert werden, aber die Seite, wo der Schlauchadapter original montiert war, ist noch zu gro√ü f√ľr ein herk√∂mmliches Schlauchadaptermodell von KAYA oder MYA. Diesbez√ľglich hatte ich gro√üe Kopfzerbrechen, doch ich kam schlussendlich trotzdem auf eine L√∂sung.

KAYA Schlauchadapter mit R√ľckschlagventil:
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Ich sah mir ziemlich lange dieses Adapterst√ľck an, auf dem zwei gleichartige Gewinde sind und da kam mir dann die Idee. Wenn diese Gewinde nicht Gleichartig w√§ren, sondern eines die Dimension des originalen Schlauchadapters h√§tte, w√ľrde es problemlos funktionieren.

Wieder nahm ich Ma√ü um sagen zu k√∂nnen, wie gro√ü dieser Adapter sein sollte. Doch wie beim Versuch etwas √ľber die m√∂glichen Modifikationen der Wasserpfeife im Allgemeinen herraus zufinden, gab es diesmal noch weniger Ergebnisse, genau genommen gar keine. Nichts desto trotz, bin ich ja Technikstudent und habe dadurch interessante M√∂glichkeiten: ein befreundeten Maschinenbauer mit Zugang zu einer CN-Maschine. Ich schnappte mir also mein Telefon, rief dort an und fragte, ob er mir ein solches Teil fertigen k√∂nne. Die Antwort war √ľberaus erfreulich, ich m√ľsse ihm eine normgerechte Zeichnung, des zu drehneden Gegenstandes bringen und dann fertige er mir diesen.

Habe soeben die Teile von meiner Uni bekommen, sehen perfekt aus, so wie es sein hätte sollen. Nun bin ich in der Lage, an meine TN 610 2 Schläue anzuschließen, ohne als das es so aussieht, als das da keine 2 Schläuche hingehören.

Danke meiner Uni habe ich auch mehr als nur eines dieser Adapterst√ľcke erhalten, falls jemand also eine Kaya Nargile TN 610 besitzt und diese auch derart modifizieren m√∂chte, einfach mich per PN kontaktieren und mit mir √ľber n√§here Details schreiben.

Gedrehte Adapterst√ľcke:
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Vergleich der Adapterst√ľcke:
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Modifizierter Schlauchadapter:
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Darstellung der TN 610 mit 2 Schläuchen:
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Gesamtansicht:
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Upgrade #4
Das letze Upgrade ist zwar mehr ein pers√∂nliches Interesse, als ein wirkliches Problem, trotzdem behandle ich es hier. Ich habe mir dar√ľber Gedanken gemacht, ob mit einer gr√∂√üeren Rauchverwirbelung im Wasser, der Rauch besser abk√ľhlt bzw. wenn Geschmack (zB Zitronensaft) im Wasser enthalten ist, dieser dann besser vom Rauch aufgenommen wird.

Dahingehend gibt es meiner Meinung nach nur eine vern√ľnfitge M√∂glichkeit - ein Diffusor. Ich habe mich f√ľr den Edelstahl Diffusor der Fa. Wagner entschieden. Dieser passt am besten zu dem Design meiner TN 610.

Lieferumfang:
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Diffusor von unten
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Diffusor von der Seite
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Die Montage ist sichtlich einfach, es muss die Gummidichtung auf das untere Ende der Rauchs√§ule gesteckt werden. Dann wird der Diffusor √ľber die Gummidichtung gesteckt, nun muss nur mehr die kleine Sicherungschraube angezogen werden, um ein herrunter Rutschen zuverhindern.

Gummidichtung auf Rauchsäule
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Festziehen der Sicherungschraube
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Fertige Ansicht durch die Bowl
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Fazit zu den Upgrades
Ich habe nun sicher mehr Geld und Zeit investiert, als es mich gekostet h√§tte, wenn ich mir eine neue Pfeife anschaffe. Doch f√ľr mich pers√∂nlich war es ein Unternehmen, dass sich ausgezahlt hat. Meine TN 610 ist nun ein absolutes Unikat, klar jeder kann sich die Pfeife zulegen und modifizieren, doch es w√ľrde nie das selbe rauskommen, wie bei mir.

Ich werde mir auch in Zukunft die M√ľhe machen, (meine) alte(n) Pfeifen aufzugreifen und zu restaurieren/modernisieren - ihnen einfach wieder neues leben zu geben. Damit die Pfeife nicht in das Regal oder in den M√ľll wandert. Klar, hin und wieder gibt es keine Rettung mehr, doch in den meisten F√§llen, ist es m√∂glich aus einer Pfeife, die nicht zu 100 % die pers√∂nlichen Erwartungen erf√ľllt, ein absolut einzigartiges St√ľck zu machen, die den Erwartungen dann sehr wohl wieder gerecht wird und auch noch f√ľr lange lange Zeit treue Dienste leistet.

Falls ihr Fragen zu meinem Unternehmen oder zu meiner Person habt, schreibt einfach ein Antwort oder mit eine PN, ich werde euch stehts mit Rat und Tat zur Seite stehen.

greez euer theMäx

I smoke Sindbad tobacco so long, till Justin Bieber stops taking drugs. *emo*

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